Der Inhalt

In den Favelas markieren sie mit diesem Spruch ihre Drogenverkaufsplätze, in Liedern besingen sie damit ihren eigens begründeten Herrschaftsanspruch – zum Entsetzen der Menschen, die ihre Angehörigen in den endlosen Wirren des Drogenkrieges in Rio de Janeiro verloren haben.

„Paz, Justiça e Liberdade“ (Übersetzt: Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit) – mit diesen Werten schmückt sich die brasilianische Drogenbande Comando Vermelho seit ihrer aufsehenserregenden Gründung in den 70er und 80er Jahren.

Doch was bedeuten diese Werte eigentlich? Und noch viel wichtiger: Was bedeuten sie für die Menschen, deren Leben unausweichlich mit dem seit Jahren wütenden Drogenkrieg verflochten sind? Zwischen alter und neuer Polizei, dem Staat und dem Comando Vermelho: Wen von ihnen gelingt es, Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit in die Favelas zu bringen?

An der Seite der Brüder Francisco und Leandro begeben wir uns auf die Suche nach einer Antwort auf diese Fragen und blicken dabei hinter die Kulissen einer der größten Drogenbanden Brasiliens.

Wir begleiten Polizisten, Bandenmitglieder und Favela-Bewohner in ihrem alltäglichen Leben und sprechen über ihre ganz persönlichen Ansichten, Werte und Perspektiven für die Zukunft. Schlußendlich stellt der Film keine bloße Reportage über das Comando Vermelho dar. Er ist vielmehr eine Geschichte über das Leben selbst, über Menschen, die sich auf ihre ganz eigene Suche nach Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit begeben. Es ist eine Suche nach einem würdevollen Leben in einer Realität, die nicht viele Chancen, aber dennoch viele Wege bereithält.